GEDENKFEIERLICHKEITEN ZUM ERSTEN WELTKRIEG IN BELGIEN

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 hat die Geschichte unseres Landes und die der ganzen Welt erschüttert. «Mehr als jeder andere moderne Krieg bleibt uns der erste Weltkrieg als ultimatives Beispiel eines Ungleichgewichts zwischen Kosten und Folgen im Gedächtnis. Es ist der Krieg der ‘geopferten Generation’; geopfert für eine Sache, die – rückblickend –  schwierig einzugrenzen ist » (Sophie De Schaepdrijver). Trotz des Ablebens der letzten menschlichen Zeugen, hat dieser Krieg in dem kollektiven Gedächtnis unseres Landes tiefe Spuren hinterlassen. Belgien hat in diesem Krieg eine wichtige Rolle eingenommen, insbesondere durch den mutigen Widerstand unserer Soldaten während der deutschen Invasion. « Poor little Belgium » hatte Ansehen in der ganzen Welt gewonnen.

Von daher wird Belgien einen zentralen Platz einnehmen bei den Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag dieses Krieges, die vor allem über nationale Gedenkfeiern mit internationaler Ausstrahlung erfolgen. Außerdem werden von den verschiedenen Verwaltungsebenen des Landes für den Zeitraum von 2014-2018 Initiativen im Bereich Kultur, Kunst, Geschichte und Wissenschaft ins Leben gerufen.

Die Zeremonie am 11. November 2018 in Brüssel schließt diese nationalen Gedenkfeiern ab.

DREI THEMEN

Die föderale Regierung möchte ein dreifaches Ziel erreichen:

  • Kollektive Erinnerung: Sämtliche Gesellschaftsebenen, die ihren persönlichen Beitrag im Krieg geleistet haben – Soldaten, Widerstandskämpfer und zivile Opfer – werden herausgestellt; die Weitergabe der Erinnerung an nachfolgende Generationen dürfte ein größerer Grund zur Sorge sein;
  • Gemeinsame Anstrengungen für eine friedvolle Zukunft: Im Laufe der Jahre hat sich Belgien international einen Namen gemacht als Erbauer neutraler Brücken, als Anwalt weltweiter Abrüstung, Förderer des Rechtsstaates und im Kampf gegen Straffreiheit;
  • Solidarität und Partnerschaft: Der mutige Einsatz Belgiens während des Ersten Weltkrieges hatte eine mobilisierende Wirkung und hat die Bedeutung der internationalen Kooperation und des Multilateralismus unterstrichen. Belgien gehört zu den Gründern wichtiger Institutionen wie den Vereinten Nationen, der NATO und der Europäischen Union.